"When the Mountain meets its Shadow" von Alexander Kleider und Daniela Michels porträtiert den Austragungsort der Fußball WM 2010. Ganz in der Nähe der Straße, die vom Flughafen zum Stadion führt, geht es um Menschen, die ums Überleben kämpfen, deren Townships durch Nobelsiedlungen ersetzt werden sollen. Und von Menschen, die nicht aufgeben, deren Augen voll Hoffnung leuchten. Aufrüttelnd und voller Kraft.
Wer schon mitbekommen hatte, dass am Rande der WM-Vorbereitungen Slums geräumt werden, dem bestätigte der Dokumentarfilm "When the Mountain meets its Shadow" (2009) der deutschen Filmkooperative Dok-Werk die schlimmsten Befürchtungen. Das Township Delft in der Nähe des Flughafens von Kapstadt ist eine Siedlung kleiner Häuser hinter Stacheldrahtzaun. Auf der anderen Straßenseite leben die ehemaligen Bewohner in schäbigen Wellblechhütten.
"Sie kamen ohne Ankündigung, waren bewaffnet und haben uns aus unseren Häusern getrieben. Wer versuchte, seine Habseligkeiten mitzunehmen, auf den haben sie geschossen", erzählt ein junger Mann in die Kamera. Im Kopf der Zuschauerin werden die Bilder brutaler Überfälle auf Townships aus "Cry Freedom" (1987) von Richard Attenborough wieder lebendig. Und alles wegen der WM?
Tatsächlich hat die Räumung 2009 mehr mit der Privatisierung des sozialen Wohnungsbaus in Südafrika zu tun. Auch Wasser und Strom sind nicht mehr in öffentlicher Hand, was zu einem eklatanten Anstieg der Preise geführt hat, die die Bewohner nicht mehr bezahlen können.
Höhepunkt des Films, der gänzlich ohne Off-Erzähler auskommt, ist die Szene, in der Ashraf und Mne sich an die Zeit der Anti-Apartheid-Bewegung erinnern. Mne war als 15-Jähriger festgenommen und gefoltert worden: "Wer Zugeständnisse machte, kam früher frei und wurde dafür von den ANC-Aktivisten an Autoreifen gefesselt und verbrannt."
Sehen Sie sich die Doku "When the mountain meets its shadow" an. Man versteht danach mehr über dieses Land. Was zu Zeiten der Apartheid Rassismus tat, dafür sorgt heute Geld: für klare Verhältnisse. Der Rassismus übernimmt weiter den Rest: Drei Ziffern im Pass codieren bis heute die Rassenzugehörigkeit, dokumentieren eine Ausgrenzung, die Gewalt heraufbeschwört. Jugendbanden rauben, um ihre Beute in Drogen umzusetzen, tagsüber Ihresgleichen aus. Weshalb Alleinerziehende überlegen, ob sie arbeiten und ihre Kinder alleine lassen können. Bewacht werden nur die mit Elektrozäunen abgeriegelten Weißen-Villen - von Schwarzen. Damit Touristen auf dem Weg vom Flughafen nichts vom Elend in Kapstadts Vorstädten sehen, wurden Armensiedlungen geräumt. Der (auch dank Eckes Malz' Musik) nie in einen stereotypen Rhythmus verfallende Film von Daniela Michel und Alexander Kleider zeigt auch Ermutigendes: Schwarze, die soziale Netzwerke bilden; Zwangsräumungen (zum Bau von Luxusapartments) verhindern; Wasserabsperrungen (heimlich) aufheben. Etwa Ashraf und Mne, die als Kinder im Apartheidskampf groß wurden und heute mit gewaltlosen Mitteln den Armutskampf führen. Und meist verlieren. Vor jeder Hütte aber brennt abends ein Feuer, Zeichen der Hoffnung.
Auf Südafrika sind viele Kameras gerichtet - im Sommer findet dort die erste Fußballweltmeisterschaft auf dem afrikanischen Kontinent statt. Ein stimmungsvolles und farbenfrohes Fest erwarten die KommentatorInnen der internationalen Nachrichtenredaktionen. Kritische Fragen beziehen sich allenfalls auf das Tempo der Bauarbeiten in den Stadien, die Sicherheit von Sportlern und Publikum sowie die Lautstärke der Vuvuzela, der legendären Plastiktrompeten der südafrikanischen Fußballfans. Ein Dokumentarfilm nimmt nun die soziale Realität in Südafrika 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid in den Blick. Die Räumung von Armenvierteln entlang der Zufahrtsstraßen zum Flughafen von Kapstadt, die gesperrten Anschlüsse der privatisierten Wasserunternehmen und die elenden Lebensbedingungen der Townships kommen in der WM-Berichterstattung bisher nicht vor. Alexander Kleider und Daniela Michel halten ihre Kameras auf eben diese Schattenseite der südafrikanischen Gesellschaft. Ihr Dokumentarfilm "When the Mountain meets its shadow" ("Im Schatten des Tafelberges") entstand in Zusammenarbeit mit Romin Khan und präsentiert ein Südafrika der Wellblechhüten, der schlecht bezahlten Jobs - und des alltäglichen Widerstands. Der Film erzählt die Geschichten von denen, die in den Armenvierteln rund um Kapstadt auf unterschiedliche Art und Weise ums Überleben kämpfen. Schnell wird deutlich, wie gespalten Südafrika auch 20 Jahre nach dem Ende der Apartheid noch ist. Da ist Zoliswa, eine allein erziehende Mutter aus einer Barackensiedlung. Sie sucht eine neue Stelle als Hausangestellte in einer wohlhabenden Familie. Zugleich will sie ihren zehnjährigen Sohn nach der Schule nicht allein zu Hause lassen, denn die Banden im Viertel rekrutieren selbst die Jüngsten für Einbrüche und als Drogenkuriere. Da ist Arnold, der eine Ausbildung zum bewaffneten Wachmann macht, um auch künftig die Nachtschichten in den gated communities der Weißen übernehmen zu können. Die Ausbilderin erklärt: "Wenn der Gangster über den elektrischen Zaun gesprungen ist, erwartet man von euch das gleiche. Einige Leute sagen, ihr müsst euer Leben für den Job geben. Im wahrsten Sinne des Wortes." In Kapstadt treffen die Welten der Armut und des Reichtums unmittelbar aufeinander. Die BewohnerInnen der Armensiedlungen putzen, bewachen, bekochen die Reichen der Villenviertel und führen ihre Hunde aus. Ein Protagonist des Films erklärt: "Hier in den Häusern am Fuße des Berges lebt die Mittel- und Oberklasse. Früher war das hier ,Nur für Weiße`. Heute ist es ,Nur für Reiche`." Willkommen im Zeitalter der sozialen Apartheid. Auch Ashraf und Mne lernen wir im Film kennen. Als Mitglieder der Anti Eviction Campaign setzen sie sich gegen Zwangsräumungen und Wassersperrungen in den Townships ein. Die Unterstützung von räumungsbedrohten Nachbarschaften gehört ebenso zu ihrem Programm wie der Kampf um Strom und Wasser. Seit der Privatisierung der Wasserversorgung werden bei Zahlungsverzug sofort die Wasseranschlüsse gesperrt. Wo Proteste und Petitionen nicht weiterhelfen, unterstützen Ashraf und Mne die BewohnerInnen, sich selbst zu helfen. Die Anti Eviction Campaign ist keine Partei, kein Verein und keine Hilfsorganisation, sondern ein Ansatz der Selbstorganisation in den armen Nachbarschaften. In einem Wasser-Wiederanschluss-Seminar zeigen die beiden, wie mit wenigen Handgriffen die Wassersperrungen aufgehoben werden können. "Heute wollen wir einen schnellen Workshop machen. Es ist nicht legal - aber es ist ein Workshop. Ihr werdet lernen, das Wasser wieder anzuschließen, und etwas über die Gründe der Wassersperrung erfahren." Für die BewohnerInnen von Symphonie Way geht es um mehr als die Wasserversorgung. Die Stadtverwaltung von Kapstadt will die ganze Armensiedlung am Flughafen rechtzeitig zur Fußball-WM räumen lassen. Gemeinsam mit den NachbarInnen organisieren Ashraf und Mne auch hier den Widerstand. Für die Älteren droht sich die Geschichte zu wiederholen: Sie wurden während der Apartheid aus der Innenstadt vertrieben. Eine Großmutter zeigt den Enkelkindern Fotos ihrer früheren Wohngegend. Enkelin: "Warum wurde District Six geräumt?" Großmutter: "Das war wegen der Regierung damals, sie wollten es zum weißen Gebiet machen. Nur für Europäer. Deshalb wurden die Leute aus District Six vertrieben, weil wir, die farbigen Menschen, ihnen zu nah an der Innenstadt waren. Die Regierung wollte das nicht. Sie wollten, dass wir in den ,Busch` gehen. Weg von der Stadt." Enkelin: "Warum wollen sie uns jetzt vertreiben?" Großmutter: "Sie wollen uns vertreiben, damit sie Luxusappartements bauen können." Trotz des Widerstandes verlieren die BewohnerInnen alle Gerichtsverfahren und die Siedlung wird im November 2009 geräumt. Doch für Ashraf und die anderen Aktiven der Anti Eviction Campaign geht der Kampf weiter: "Sie nennen uns Esser und Schläfer. Wir nehmen nicht am Kapital teil. Nicht weil wir nicht wollen - sondern weil wir nicht können. Wenn man nicht teilnimmt, hat man keinen Wert fürs Kapital. Ich hab das immer im Hinterkopf. Wenn wir nichts tun, dann werden wir sterben." Ein Film über Südafrika ganz ohne Vuvuzela-Kult und inszenierte Fußballbegeisterung. Hier kommen Betroffene und Aktive zu Wort. Mit ruhiger Kameraführung werden die ProtagonistInnen durch ihren Alltag begleitet. Für alle, die sich für die soziale Wirklichkeit der Post-Apartheid interessieren, ein absoluter Gewinn.
Im Jahr der Fußball-Weltmeisterschaft kann sich Südafrika einer großen medialen Aufmerksamkeit sicher sein. Die Kölner Dokumentarfilmer Alexander Kleider und Daniela Michel schauen in ihren Film „When the Moutain meets its shadow“ genauer hin als viele Fernseh-Reportagen. Sie versuchen am Beispiel von vier Schwarzen aus der Unterschicht von Kapstadt die aktuellen Spannungen und sozialen Verwerfungen des Landes aufzuzeigen.
Der 25-jährige Arnold arbeitet als Wachmann für eine Sicherheitsfirma, die die Anwesen der reichen weißen Oberschicht schützen soll. Für einen Monatslohn von 185 Euro absolviert er zwölfstündige Nachtschichten. Nun bereitet er sich auf die Prüfung zum bewaffneten Wachmann vor. Die alleinerziehende Mutter Zoliswa kommt mit dem Geld, das sie als Putzfrau an drei Tagen in der Woche verdient, nicht aus. Sie sucht eine neue Stelle bei einer weißen Familie. Doch sie macht sich Sorgen, dass sie ihren zehnjährigen Sohn zu lange in der Hüttensiedlung allein lassen muss, wo er von anderen Jugendlichen zum Stehlen und Drogenkonsum animiert wird.
Ashraf und Mne, zwei ehemalige Aktivisten des Afrikanischen Nationalkongresses (ANC) finden sich mit den Folgen der neoliberal geprägten Wirtschaftspolitik der Regierung nicht ab und haben die „Anti Eviction Campaign“ gegründet. Diese Selbsthilfeorganisation hilft den Armen in den Townships gegen Zwangsräumungen und bei Sperrungen von Strom und Wasser. Kleider und Michel greifen die enttäuschten Hoffnungen vieler schwarzer Südafrikaner auf, die nach der Abschaffung der Apartheid und dem Sieg des ANC bei den ersten freien Wahlen 1994 auf eine grundlegende Verbesserung ihres Lebensverhältnisse gehofft haben.
Die Freiheit, die zentrale Forderung der legendären „Freedom Charter“, des wichtigsten Dokuments des Freiheitskampfes in Südafrika, hat zwar die Demokratie gebracht; die Hoffnungen auf soziale Sicherheit, Chancengleichheit und Arbeit wurden aber nicht erfüllt. Im Gegenteil: Der konsequente Privatisierungskurs hat zu einer Arbeitslosenquote von 40 Prozent und einer wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich geführt. Besonders deutlich wird das bei Arnold und Zoliswa. Sie arbeiten für reiche Weiße, verdienen aber so wenig, dass sie wohl nie aus den Townships mit ihrer hohen Kriminalitätsrate herauskommen – ein soziales Handicap, das Zoliswa an ihre Kinder vererbt.
Noch kritischer fällt die filmische Analyse der sozialen Zustände im Fall von Ashraf und Mne aus: Enttäuscht vom regierenden ANC sind sie auf Distanz gegangen und versuchen, sich mit Protestaktionen und teils subversiven Mitteln gegen die Folgen der Privatisierungspolitik zu wehren. Seit soziale Grundleistungen wie Wasser, Strom und Wohnraum entweder privatisiert oder vom Staat der Marktlogik unterworfen wurden, hat die Zahl überschuldeter Haushalte und die Zahl der obdachlosen Familien zugenommen.
Als Reaktion darauf haben sich Selbsthilfegruppen gebildet - Männer wie Ashraf und Mne zeigen betroffenen Bürgern, wie man nachts gesperrte Wasserleitungen wieder zugänglich macht. Ashraf und Mne erklären sich auch mit den Bewohnern einer Armensiedlung an einer Straße zum Kapstädter Flughafen solidarisch, die von der Polizei mit Waffengewalt geräumt wurde, weil auf dem Gelände neue komfortable Wohnungen gebaut werden sollen. Nun kampieren die Vertriebenen in provisorischen Verschlägen auf der anderen Straßenseite. Einer von ihnen äußert mit Blick auf die bevorstehende WM einen schlimmen Verdacht: „Die Touristen sollen auf dem Weg vom Flughafen in die Stadt das Elend nicht sehen müssen.“
Wie tief der Stachel der Enttäuschung sitzt, macht vor allem eine Frau deutlich, die berichtet, dass kurz nach der Zwangsräumung Vertreter der Tierschutzbehörde kamen, um nach den Haustieren zu sehen. Trotz allem tapfer lächelnd sagt sie in die Kamera: „Was sie uns an diesem Tag angetan haben! Wir sind doch keine Tiere. Unsere Eltern haben das neue Südafrika mit aufgebaut.“
Die Fußballweltmeisterschaft 2010 in Südafrika gilt als wirtschafts- und entwicklungsfördernd, als vielfach gepriesene Chance – kurz: als ein Segen fürs ganze Land. Diesem Klischee halten die Filmemacher Alexander Kleider und Daniela Michel eine ganz andere Sichtweise entgegen. In ihrer Dokumentation »When the Mountain meets its Shadow« geht es um Menschen, die das südafrikanische Establishment vor Beginn des Turniers durch Umsiedlungen zu verbergen sucht. Es geht um diejenigen, die in illegalen Siedlungen unter schwierigsten Bedingungen leben – oft ohne fließendes Wasser, Elektrizität und ohne jede Perspektive. Daneben zeigt der Film jedoch auch Menschen, die dafür sorgen, dass die Armut bekämpft und nicht einfach nur vertuscht wird. Einer der Protagonisten ist Ashraf Cassiem. Er ist Vorsitzender der Western Cape Anti-Eviction Campaign (AEC), einer Graswurzelbewegung, die sich aus einer Vielzahl kleinerer Organisationen zusammensetzt, die für eine Verbesserung der Lebenssituation in den Townships kämpfen. So begleitet man Ashraf und seinen Mitstreiter Mne bei einem Workshop zum illegalen Wiederanschluss von Wasser und bei der Planung von Kampagnen gegen die zahlreichen Zwangsräumungen, von denen viele der so genannten shackdwellers (Hüttenbewohner) seit den Vorbereitungen zur WM bedroht sind. Denn die Armut soll nicht sichtbar sein. Deshalb räumt Südafrika vorzugsweise Gebiete in der Nähe des Kapstadter Flughafens und am Rande des Highways N2, über den die Touristen im Sommer fahren werden. Die Stimmung während der WM soll schließlich nicht beeinträchtigt werden. Für viele Südafrikaner wäre das bereits die zweite Zwangsräumung. Der von der Apartheid-Regierung 1950 verabschiedete Group Areas Act bildete die juristische Grundlage für die räumliche Trennung der Wohngebiete von Weißen und Nicht-Weißen. Bekannt ist vor allem die Vertreibung von 60 000 Menschen aus District Six, einem Stadtteil Kapstadts, der 1966 zu einem »Whites-Only«-Gebiet erklärt wurde, in die sandigen Cape-Flats am Stadtrand. Eine Parabel auf diese Geschehnisse konnte man sich im vergangenen Jahr mit dem Alienfilm »District 9« anschauen. Nun droht vielen Menschen erneut die Vertreibung. Kommentarlos zeigt der Film eine Großmutter, wie sie neben ihren Enkeln sitzt und ihnen Bilder aus ihrer Kindheit aus dem ursprünglichen District Six zeigt. Auf die Frage ihrer Enkelin, was denn aus ihnen werden soll, wenn sie ihre Wohnung verlassen müssen, weiß die Frau keine Antwort. »Die Geschichte wiederholt sich«, sagt Ashraf an anderer Stelle. Neben Ashrafs und Mnes Engagement gegen Privatisierung und Zwangsräumungen geht es um den ganz alltäglichen Kampf ums Überleben im Township. Der 25jährige Arnold arbeitet für einen Monatslohn von umgerechnet 185 Euro von sechs Uhr abends bis sechs Uhr morgens als Wachmann in einer der zahlreichen gated communities der reichen Südafrikaner. Die 36jährige Zoliswa hingegen muss nicht nur für sich, sondern auch für ihre Kinder sorgen. Um ihnen eine Zukunft zu ermöglichen, sucht sie dringend nach einer Stelle als Haushälterin. Alexander Kleider und Daniela Michel gelingen eindrucksvolle und in ihrer Drastik manchmal groteske Momentaufnahmen. Regelrecht brutal wirkt die Gegenüberstellung von Arm und Reich. Gerade noch sitzt Zoliswa in ihrer Wellblechbaracke und spricht von ihrer Angst um die Zukunft der Kinder, kurz darauf steht sie vor ihrer neuen weißen Arbeitgeberin in einem Haus mit Glasveranda und Swimmingpool und wird gefragt, ob sie weiß, wie man das Silberbesteck putzt. Auch ein Gespräch zwischen Arnold und einem Freund über den Alltag des Nachtwächters wirkt eindringlich. Es geht darum, wie man nachts am besten seine Taschenlampe trägt – um nicht erschossen zu werden. Es sind diese Momente, in denen der Film besonders eindeutig ist, in denen klar wird, was ein Leben in Südafrika in Armut bedeutet. Die Apartheid hat bei Ashraf und Mne Spuren hinterlassen. Sie berichten von ihrer Kindheit und Jugend in den siebziger Jahren – einer Zeit von Aufständen und blutigen Straßenkämpfen. Um zu verhindern, dass die Kämpfer sofort erschossen werden, schickten sie die Kinder an die vorderste Front. »Doch es funktionierte nicht«, sagt Ashraf, »viele starben.« Sein Freund Mne berichtet davon, wie er gefoltert wurde, und davon, was die eigenen Leute denjenigen antaten, die unter der Folter zu »Verrätern« wurden: So genannte informer wurden von der damaligen Widerstandsbewegung und der heutigen Regierungspartei, dem African National Congress (ANC), bei lebendigem Leibe mit Autoreifen verbrannt. »Niemand spricht heute darüber«, sagt er. Es sind zum Teil harte Szenen, die die Regisseure dem Zuschauer präsentieren. Dennoch geht es hier nicht darum, nur Betroffenheit zu produzieren. Die Protagonisten sind jederzeit Akteure, die trotz widrigster Umstände für ein besseres Leben kämpfen. Der Film ist ein beeindruckendes Plädoyer dafür, nicht aufzugeben. Man erfährt, dass es im Township Solidarität gibt, man sieht spielende Kinder und entdeckt in poetischen Bildern auch die Schönheit der südafrikanischen Natur. Dennoch lässt der Film einige Fragen offen. Kleider und Michel haben in ihrem Film gänzlich auf einen erklärenden Kommentar aus dem Off verzichtet. Der Zuschauer wird daher regelrecht in die Handlung hineingeworfen. Er muss sich innerhalb der Erzählstränge den Kontext selbst zusammenreimen und sich irgendwie zurechtfinden. Über die Hintergründe erfährt man oft verwirrend wenig. Was präsentiert wird, sind in erster Linie Realitätsfragmente – einzelne Schnipsel, die eine weitere Beschäftigung mit den Themen erfordern. Doch das scheint intendiert. Bei einigen Vorführungen werden Ashraf und Mne von der AEC anwesend sein und von ihrer Arbeit berichten. Zudem soll zwischen den Zuschauern, den Filmemachern und den Protagonisten des Films mittels einer Facebook-Group und eines Filmblogs eine Interaktion gefördert werden. Die Regisseure erhoffen sich dadurch »fruchtbare Kontroversen« und wollen durch diese Vernetzung »das Kino als einen Raum sozialer Interaktion stärken«. »When the Mountain meets its Shadow« beleuchtet die Schattenseite der Rainbow Nation. Die Apartheid hat nicht nur mentale Spuren hinterlassen, die die einzelnen Communities – auch die der Schwarzen und Farbigen – weiterhin voneinander trennen. Der Film zeigt: Die Trennung findet durch die dem Kapitalismus innewohnenden Ungleichheiten eine gewisse Fortsetzung. Die gesellschaftliche Spaltung schreibt sich unter neuen Bedingungen fort.
In ruhiger, klassischer Dokumentarfilmmanier erzählt Im Schatten des Tafelbergs drei unterschiedliche Lebenswelten in Kapstadt.
Ashraf und Mne, zwei ehemalige Freiheitskämpfer zeigen, wie man Wasser beziehen kann, ohne es zu bezahlen – was aufgrund der aktuellen Privatisierungsmaßnahmen immer schwieriger wird. Sie beraten ältere Frauen, die darum fürchten, aus der Gegend vertrieben zu werden, in der sie ihr ganzes Leben verbracht haben. Die Fussball-WM stellt für viele Bewohner der sog. «informal settlements» eine Bedrohung dar, besonders in den Hütten nahe dem Flughafen. Die Touristen und Fussballfans sollen nicht sofort nach ihrer Ankunft mit dem Elend konfrontiert werden.
Die alleinerziehende Mutter Zoliswa lebt mit ihren Kindern in einer sog. «informal settlement», es wäre schön, sagt ihre 16-jährige Tochter, wenn man in einem richtigen, gemauerten Haus leben könnte, denn dann würden abends, wenn alle Lichter und der Fernseher aus ist, nicht immer die Ratten kommen, um nach Essen zu suchen. Ihre Mutter sucht und findet eine zweite Arbeit durch die Agentur «Marvellous Maids». Die Filmemacher begleiten sie bei ihrem Vorstellungsgespräch. Die Verantwortliche der Agentur fragt Zoliswa, ob sie denn englisch sprechen und schreiben könne. Zoliswa bejaht, gut meint die Sachbearbeiterin, dann könne sie ja Einkaufslisten erstellen. Später lernen wir Zoliswas neue Arbeitgeberin kennen. Diese lebt in einem sehr schönen gemauertem Haus, komplett mit Garten und Swimmingpool, und sprachlos sieht man dabei zu, wie selbstverständlich die soziale Trennung existiert.
Arnold bildet sich fort. Schon seit einiger Zeit arbeitet er als Wachmann. In 12-Stunden-Schichten, von 6 Uhr abends bis 6 Uhr morgens, patrouilliert er das Gelände in einer sog. «gated community», bewachten Siedlung. Nun will er sich weiter qualifizieren, er besucht einen Kurs, um eine Waffe tragen zu dürfen.
Die Filmemacher Alexander Kleider und Daniela Michel verzichten auf Narration. Sie sind nicht auf Sensationen aus, sondern wollen den Alltag darstellen. Die formale Disziplin sieht Alexander Kleider als Teil seines politischen Anspruchs. Und gerade weil der Film so zurückhaltend ist und ohne die oft im politischen Film üblichen Polemiken und Selbstverliebtheiten auskommt, zieht er den Zuseher in seinen Bann und macht immer wieder sprachlos angesichts der so «normalen», haarsträubenden Lebensumstände.
Auch wenn man den Film auf einem Festival oder im Kino sehen könnte, rate ich unbedingt zum Kauf der DVD. Mit dieser erwirbt man auch die sog. Bonus DVD. Diese DVD enthält zwei wunderbare Kurzfilme: Keeping the lights on (11 Minuten), ein Film über die Schwierigkeit der jugendlichen Kämpfer gegen die Apartheid, ihren Kampf in ein erfülltes Leben umzuwandeln. Zwischen Welten (10 Minuten) porträtiert eine schwarze Haushälterin, die bei weißen Südafrikanern lebt und arbeitet und eine Art zweite Mutter des Sohns des Hauses ist – während ihr eigenes Kind ihr fremd ist, da es bei ihrer Mutter aufwachsen musste. Obwohl sie als Teil der Familie gesehen wird, fühlt sie sich einsam, ihre eigentliche Familie hat sie wohl am ehesten durch ihre Gewerkschaftstätigkeit gefunden.
Zusätzlich gibt es in ausführlichen Interviews die Gelegenheit, mehr über aktuelle Probleme Südafrikas und Kapstadts zu erfahren: Zackie Achmat, Gründer und Vorsitzender der «Treatment Action Campaign», die sich für AIDS-Kranke einsetzt, spricht nicht nur über den Kampf gegen AIDS, sondern auch über den ANC und wie aktuelle demokratische Politik aussehen könnte. Neville Alexander, Leiter des Bildungsinstituts PRAESA und einer der prominentesten Intellektuellen und Antiapartheidkämpfer, spricht über den Widerstand, die Apartheid, die Veränderungen seither und die Zukunft. Tony Ehrenreich, Gewerkschaftssekretär, erzählt von der Sicherheitsindustrie und dem sog. «Black Empowerment». Yazir Henri, Gründer und Leiter des Direct Centre for Peace and Memory, stellt seine Organisation vor und spricht über die Probleme, die auch in einem der Kurzfilme anklingen – die Generation, die durch den Kampf gegen die Apartheid ihre Jugend «verpasste», keine Gelegenheit zu einer ordentlichen Berufsausbildung hatte. Sophie Oldfield, Professorin für Geografie und Stadtentwicklung erzählt von der Struktur der Stadt, den erheblichen Veränderungen und den Problemen der letzten Jahre.
Das Schöne an der DVD ist, dass die Macher durch die Menügestaltung die Gelegenheit bieten, einzelne Aspekte der Gespräche herauszugreifen.
Der Film wurde Ende Mai im Fernsehen auf Phoenix ausgestrahlt und lief auf mehreren Festivals, u.a. war er nominiert für den Max-Ophüls-Preis.
Wenn im Sommer 2010 in Südafrika die Fußballweltmeisterschaft steigt, steht das Weltereignis im Flutlicht. Der Film „Im Schatten des Tafelberges“ erzählt von den Lebensbedingungen derer, die im Dunkeln bleiben sollen.
Es ist das dicke Ding dieses Sommers: die Fußballweltmeisterschaft. Sie findet in Südafrika statt, und damit das erste Mal überhaupt in einem afrikanischen Land.
Das Ereignis ist also eminent wichtig, denn die ganze Welt wird darauf schauen, wie Südafrika die Aufgabe stemmen wird. Derzeit sieht es so aus, als würden sämtliche Planungen übererfüllt - und alle Stadien, Quartiere und Straßen vorzeitig fertig.
Dennoch darf die soziale Wirklichkeit hinter dem Großereignis nicht vergessen werden, sagen die Kölner Dokumentarfilmer Alexander Kleider und Daniela Michel.
Unter dem Titel „Im Schatten des Tafelberges“ haben sie ein mitreißendes Porträt des Landes gedreht - ganz aus der Sicht der Menschen, die von dem Projekt direkt betroffen sind.
Denn für den Sport muss irgendwer bezahlen. Und so erzählen Kleider und Michel die Geschichten der schwarzen Südafrikaner Ashraf, Mne, Zoliswa und Arnold, die in den Armenvierteln Kapstadts auf unterschiedliche Weise um ihre Existenz kämpfen.
Ihre Stadtgebiete sind von der baulichen Umgestaltung betroffen. Ganze Areale müssen geräumt werden, an der Zufahrtsstraße zum Flughafen ist dies schon geschehen: Dort wurden die Anwohner deswegen vertrieben, damit, wie sie meinen, die „WM-Touristen das Elend nicht sehen müssen“.
Auch Ashraf und Mne wissen, wovon sie reden. Sie engagieren sich in der Anti-Eviction-Campaign (eviction = Zwangsräumung), einer Organisation, die sich für eben jene zwangsgeräumte Kapstädter einsetzt.
Ein beliebtes Mittel der Schikane und Vertreibung: Wassersperren. In die Wasserleitung werden Blockaden eingebaut; sollen die renitenten Anwohner doch sehen, wie sie kochen und waschen.
Die Anti-Eviction-Campaigner wissen, wie man in einem solchen Fall Abhilfe schafft - und veranstalten Workshops, in denen sie das notwendige Know-how vermitteln und gleichzeitig daran erinnern, wie die Schwarzafrikaner schon einmal kollektiv Interessen organisiert hatten, bis die weiße Regierung zurücktrat.
Droht eine neue, diesmal eine soziale Apartheid? Nein, sagen die Protagonisten. Denn die ist schon da: „Hier in den Häusern am Fuße des Berges lebt die Mittel- und Oberklasse. Früher war das hier ,Nur für Weiße’. Heute ist es ,Nur für Reiche’”, heißt es einmal im Film. Ist das die Zukunft des „Regenbogen“-Staates, in dem es Gleichheit, aber keine Armut mehr geben sollte?
Dass es Wassersperren gibt, scheint für die neuen Klassenverhältnisse ein verlässliches Zeichen.
Die Regisseure belassen es aber nicht bei den Themen der wasserfreundlichen NGO. Sie sind auch noch drei Blocks weiter und gegangen und haben bei der alleinerziehenden Mutter Zoliswa vorbeigesehen. Die versucht um jeden Preis, eine neue Arbeit zu bekommen.
Die Kamera begleitet sie bei der Arbeitssuche, nimmt den rüden Alltag im Township ebenso auf wie den ersten Tag im neuen Job - als Putzfrau bei einer reichen Weißen.
Ja, der Swimming Pool ist echt schön, da kann Soliswa nur zustimmen. Wie Tafelsilber geputzt wird, ohne dass man es auch klaut, weiß sie auch - danke der Nachfrage. Die neue Arbeitgeberin nimmt es erfreut zur Kenntnis.
Soliswa steckt in der Klemme: Sie braucht mehr Arbeit, um aus dem Ghetto zu entkommen. Aber je öfters sie außer Haus ist, desto weniger kann sie auf ihr Kind aufpassen. Und Kriminalität und Drogen warten an der nächsten Ecke.
Auch der junge Arnold steckt fest: Er arbeitet als Wachmann und patrouilliert nachts da, wo die reichen Leute wohnen.
Er weiß genau, dass er eine Taschenlampe weit über dem Kopf tragen muss. Damit die zum Ziel bewaffneter Überfälle wird. Und nicht der Träger. Der junge Wachmann weiß, er wird nicht aus der Armut rauskommen - das Gehalt wird einfach nie reichen.
Kapstadt, das ist eine geteilte Metropole: In unmittelbarer Nähe zum Tafelberg liegen die Wohnviertel der Weißen und die City. Die eigene Lebenssituation lasse sich zu einem guten Teil daran messen, wie weit man von dem Berg entfernt lebe, sagen die Filmautoren.
Denn in den entlegenen Gegenden befinden sich die so genannten Cape Flats: Auf sandigem Boden befinden sich die Armenviertel, die ehemaligen Townships.
Von ihren Bewohnern handelt der Film, ihre Lebensverhältnisse spiegeln die Politik im heutigen Südafrika: Im zweiten Jahrzehnt nach der offiziellen Abschaffung der Apartheid habe sich für viele Südafrikaner die Hoffnung auf grundlegende Verbesserungen der eigenen Lebenssituation nicht erfüllt, sagen Kleider und Michel.
Daran ändert ihren Protagonisten zufolge auch die Politik des ANC nicht, der die Interessen der schwarzafrikanischen Bevölkerung vertreten will. Sparpolitik, neoliberale Umverteilung, steigende Arbeitslosigkeit bei Privatisierung öffentlicher Güter - all dies sind Begriffe, die auch in Südafrika geläufig sind. Soziale Grundleistungen wie die Bereitstellung von Wasser, Strom und Wohnungen werden marktgängigen Mechanismen unterworfen. Das öffentliche Leben ist zum Spekulationsobjekt geworden.
Für die Aktivisten der Anti-Eviction-Campaign ist der Fehler im System gar in der Brutalisierung des antirassistischen Kampfes des ANC angelegt. Wer zu Zeiten der weißen Regierung als Verräter galt, wurde womöglich mit dem „Tod im Halsband“ bestraft: Der Kopf wurde in einen Benzin-gefüllten Autoreifen gelegt und angezündet. Ein schlimmes Kapitel in ihrer Geschichte sei dies, sagt Ashraf, der als Jugendlicher an den Kämpfen des ANC teilgenommen hat: „Wir Kinder wurden nach vorn geschickt, weil man hoffte, die Polizei sei dann weniger brutal - ein Irrtum“, sagt er. Narben haben ihm jedenfalls beide Seiten beigebracht.
Menschen, die Strafen wie die genannte verhängt hätten, seien heute Teil des Establishments, sagen die engagierten Sozialhelfer. Und nun - am Großereignis WM türmten sich die Widersprüche der südafrikanischen Gesellschaft nun auf.
Dies nicht die ganze Wahrheit des Alltags - die Dokumentarfilmer zeichnen ein Bild der südafrikanischen Bevölkerung, die widrigen Umständen mit viel Humor begegnen. Wie man hier mal schwerer, mal leichter durchs Leben kommt, auch dafür nimmt sich der Film Zeit - die Reichen sitzen zwar dicht dran am Tafelberg, aber er gehört ihnen noch nicht ganz.
„Im Schatten des Tafelberges“ ist ein Beitrag über die Rückseite jener Gesellschaft, die diesen Sommer im Fokus der öffentlichen Aufmerksamkeit steht: ihre Art zu leben, ihre Art der Arbeitsverhältnisse, ihre Widersprüche.
Der bemerkenswerte Film befindet sich derzeit auf - sehr erfolgreicher - Deutschlandtournee, zum Teil wird er in Anwesenheit der Protagonisten gezeigt.Hamburg
http://www.doxafestival.ca/
MAX-OPHÜLS-PREIS:
- Saarbrücken Di, 19.01.2010 / 17h / Cinestar 3
(Uraufführung)
- Saarbrücken Mi, 20.01.2010 / 12:45h / Filmhaus
- Saarbrücken Do, 21.01.2010 / 22h / Cinestar 3
AFRICA ALIVE FILMFESTIVAL:
- Frankfurt/Main Sa, 06.02.2010 / 18h / MalSehn Kino
- Frankfurt/Main Mo, 08.02.2010 / 18h / Filmforum Höchst
- Wiesbaden Di, 09.02.2010 / 18h / Caligari Filmbühne
PREMIERE:
- Köln Sa, 13.03.2010 / 19h / Filmforum Museum Ludwig
Eine Veranstaltung in Kooperation mit FilmInitiativ Köln
Previewtour zum Kinostart
in Anwesenheit der Protagonisten Ashraf Cassiem und Mncedisi Twalo und der Filmemacher
- Weingarten, Sa 27.03.2010 / 20:15 Kulturzentrum Linse
- Basel, So 28.03.2010 / 11:00 kult.kino atelier
- Freiburg, So 28.03.2010 / 20:00 KOKI Freiburg
- Genf, Mo 29.03.2010 / 20:00 Maison des arts du Grütli
- Bern, Di 30.03.2010 / 20:00 Kino in der Reitschule
- Nürnberg, Mi 31.03.2010 / 19:00 Filmhaus Nürnberg
- Schwäbisch Hall, Do 01.04.2010 /20:30 Kino Schafstall
- Berlin, Sa 3.04.2010 Tagesseminar
- Berlin, Mo 05.04.2010 / 20:00 Festsaal Kreuzberg
- Bielefeld, Di 06.04.2010 / 19:30 Welthaus Bielefeld
- Bochum, Mi 07.04.2010 / 17:00 Bahnhof Langendreer
- Bremen, Do 08.04.2010 / 18:00 Kino 46
- Hannover, Fr 09.04.2010 / 20:30 Kino im Sprengel
- Wien, So 11.04.2010 / HTU Cinestudio
- Hamburg, Di 13.04.2010 / 19:00 Metropolis
- Hamburg, Mi 14.04.2010 / 10:00 Metropolis
- Göttingen, Mi 14.04.2010 / 20:00 Lumiere
- Stuttgart, Do 15.04.2010 / 19:00 Corso
- Oslo, Sa 17.04.2010 / 15:00 parkteatret
Kinostart:
- Weingarten, So 28.03.2010 / 20:15 Kulturzentrum Linse
- Darmstadt, Mi 31.03.2010 / 20:45 Programmkino Rex
- Freiburg, Do 01.04.2010 / 21:30 KOKI Freiburg
- Schwäbisch Hall, Fr 02.04.2010 / 20:30 Kino Schafstall
- Osnabrück, Mi 14.04.2010 / 18:00 + 20:15 Lagerhalle
- Bochum, So 18.04.2010 / 17:30 Bahnhof Langendreer
- Berlin, Sa 24.04.2010 / 19:00 Lichtblick mit A.Kleider
- Berlin, So 25.04.2010 / 19:00 Lichtblick
Mai/Juni
- Münster, Mo 03.05 / 19:00 Cinema
- St. Gallen, Sa 08.05 / 13.45 anlässlich des SUFO
- Berlin, 13.05- 19.05 täglich 19:45 Uhr Brotfabrik
- Vancouver, 14.05 16:30 DOXA Filmfestival
- Berlin, 20.05- 26.05 täglich 18.00 Uhr Brotfabrik
- Basel, 20.05 18.00 Uhr Garedunord fieldsofplay
- Berlin, Di 25.05 / 18:50 Uhr Kino in der Kiste
- Berlin, 28.05 20:45 Uhr Movimiento GLOBALE FF
- Luzern, Fr 28.05 /19.30 im Romerohaus
- Bern, 03.06 / 20:30 Kino in der Reitschule
- Kassel, 03.06 / 20:00 Filmladen
- Zürich, 6./13./20./27.06 12.00 Kino XENIX
- Stuttgart, So 6.06 / 18:00 ABZ Süd Stuttgart
- St.Ingbert, So 6.06 Kinowerkstatt
- Zwickau, 08.06 / 20:00 Alter Gasometer
- Berlin, 09.06 / 19:00 Attac Cafe
- Basel, Do 10.06 / 18.30 Union
- Stuttgart, 10.06 / 19:00 Gewerkschaftshaus
- Tübingen, 11.06 + 12.06 / 18.30 Arsenal
- Tübingen, 13.06 / 11.30 Arsenal
- Kiel, Do 17.06 / 20:30 Hansa48
- Berlin, Do 20.06 / 11:00 Palais
- Berlin, Do 20.06 / 21:30 Cafe Tristeza
- Brüssel, 29.06 /19:00 DGB Verbindungsbüro
- Hannover, 30.06 /18:00 Hörsaal Design Centre
Juli/August
- Berlin, 4/9/10.07 um 18:00 Regenbogenkino Kreuzberg
- Mainz, Mo 05.07 um 18:00 Q-Kaff Campus Uni
- Bielefeld, Do 08.07 um 20:00 Uni Bielefeld
- Hamburg, Do 08.07 um 12:30 Julius Leber Forum
- Siegen, Do 08.07 um 20:00 Stadtbibliothek
- Wien, 10.07 WUK
- Durban (South Africa), 31.07. um 14:00 Ekhaya Multiarts Center (Durban Filmfestival)
- Durban (South Africa), 01.08. um 14:00 Elisabeth Sneddon Theatre (Durban Filmfestival)
- Düsseldorf, 08.08. um 22:00 Uhr Uecker Platz (Hafenlichtspiele Open Air Kino)
- Hamburg, 13.08. um 20:00 Uhr Balduintreppe (Open Air)
Die Veranstaltungsorte sind verlinkt - bitte draufklicken...
weitere Termine folgen in Kürze.
- PHOENIX Montag 24.05.2010 / 23.00 Uhr
